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Pilzresistente rote Rebsorte. Gezüchtet 1967 am Institut für Rebzüchtung in Geilweilerhof von Professor Gerhard Alleweldt. Eine Kreuzung von Diana (Silvaner x Müller Thurgau) x Chambourcin. Züchternummer: Gf. 67-198-3. Mittelgrosse, lockerbeerige Trauben. Kleine bis mittelgrosse Beeren, deren Saft eine leichte Färbung aufweist. Ein mittelfrüh reifende Rebe, die sehr Frostresistent ist. Bringt gerbstoffbetonte, dunkle Weine. Die gute Resistenz gegenüber den wichtigsten weinbaulichen Pilzkrankheiten, dem Echten und dem Falschen Mehltau, ermöglicht eine deutliche Reduzierung des Pflanzenschutzaufwandes um ca. 80 bis 100 %. Nur bei länger andauernden Witterungsperioden, die der Pilzentwicklung sehr förderlich sind (Falscher Mehltau: schwülwarme Perioden mit nassem Laub; Echter Mehltau: hohe Temperaturen in Kombination mit zeitweise hoher Luftfeuchtigkeit, jedoch kein nasses Laub), sind u.U. Pflanzenschutzmassnahmen erforderlich. Die Sorte wurde 1989 für die Sortenliste angemeldet. Sortenschutz besteht seit 1995. Zunächst wurde die Rebsorte fast ausschliesslich von Ökobetrieben angepflanzt. Erfreute sich aber wegen der Farbintensität, ihrer kraftvoll-fruchtigen Struktur und ihres guten natürlichen Tanningehalt an südländische Weine erinnernden Art schnell wachsender Beliebtheit. Innerhalb weniger Jahre erfolgte die Zulassung in allen Anbaugebieten Rheinland-Pfalz (1996), Baden-Württemberg (1997), Hessen (1998), Bayern (2000), Sachsen (2001). Anbau gibt es bereits auch in der Ostschweiz, in der Region Zürich mit geschätzten 50 Hektar und in den Niederlanden. Weine aus der Sorte Regent bzw. Cuvées, die Regent enthalten, haben seit 1998 in Deutschland zahlreiche gute Platzierungen bei Weinwettbewerben und Fachverkostungen erreicht. Regent ist die heute die bedeutendste pilzresistente Neuzüchtung in Deutschland. Und neben dem Dornfelder die erfolgreichste neue Rotweinrebe. 2,2 Millionen Pfropfreben der Qualitätssorte "Regent" wurden allein im Jahr 2001 hergestellt. Mit einem Anteil von 8,5 % der Gesamtzahl der Pfropfreben liegt diese Sorte nach Dornfelder, Spätburgunder und Ruländer jetzt an vierter Stelle. Die Anbaufläche für Regent-Reben beträgt in Deutschland mittlerweile rund 850 Hektar (2002). Experten schätzen, dass sie bis zur Mitte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts bei über 1.000 Hektar liegen wird. Der Name soll für den Begriff „vornehm, adelig“ stehen. Nach einer anderen Version stand ein wegen seiner Grösse berühmten indischer Diamant bei der Namenfindung Pate bei der Namensfindung. Der Regent, der ursprünglich 410 Karat wog, gilt als der schönste Diamant der Welt. Er wurde 1701 im indischen Golconda im Partialbergwerk gefunden und im Rohzustand für etwa 100.000 Dollar an Thomas Pitt, den damaligen Gouverneur vom südindischen Madras, verkauft. 1717 verkaufte Pitt ihn an Philippe, Herzog von Orléans und König von Frankreich. Der Stein wurde in London zum Brillanten geschliffen und auf 140,5 Karat reduziert. seitdem heisst er Regent und gehörte zum Kronschatz Frankreichs. Er befand sich 1722 bei der Krönung Ludwigs XV. auf dessen Krone, und Marie-Antoinette trug ihn häufig als Schmuck. Bei der Versteigerung der französischen Kronjuwelen im Jahr 1887 wurde der Regent nicht mitversteigert, sondern im Louvre deponiert, wo er heute in der Apollo-Galerie ausgestellt ist. |
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Scheuermann |
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