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1. Einzellage in Deidesheim (Pfalz). Der Name dieses Standortes belegt das Vorkommen von Kalk und die wirtschaftliche Nutzung zur Erzeugung von Brandkalk. Die erste Erwähnung von 1513 lautet "uff dem Kalkofen", später "by dem Kalkofen", 1722 bereits "uffm alten Kalkofen". Bronners "Weinbau am Haardtgebirge" schreibt 1830, "daß neben dem Grainhübel, Kalkofen und Mäushöhle die besten Lagen von Deidesheim seien". Zum Kalkvorkommen schreibt Bronner: "Es kommt auch hier an einem Vorhügel des Hauptgebirges gegen Forst zu Grobkalk vor, wovon die Weinlage, der Kalkofen, seine Benennung hat. Wahrscheinlich wurde früher einmal dort Kalk gebrannt, denn jetzt noch, 1830, wird der Kalk für Ziegelbrennereien dort gewonnen". Die 5 ha große Weinlage Kalkofen schließt an die Südhanglage Grainhübel an und liegt auf dem Höhenzug (ca. 170 N-N) nordwestlich von Deidesheim, der mit dem Paradiesgarten am Haardtrand beginnt und auch die Weinlagen Kieselberg, Leinhöhle, Hohenmorgen, Grainhübel und teilweise die Mäushöhle trägt. Die Vorhügellage ist schattenfrei und hält auch die von Nordwesten kommenden Winde ab. Die kleinklimatischen Bedingungen im Kalkofen wurden bei unserem Weinberg noch wesentlich durch schätzende Mauern verbessert. Die Bodenzusammensetzung der Deidesheimer Weinlagen werden geologisch als "mitteldiluviale Gerölle und Sande der Hochterrasse" bezeichnet. Die Lage Kalkofen weist, wie z.B. auch die Lage Ungeheuer, eine Besonderheit durch ihre Kalkgerölle auf. Diese sind auf die Überflutung des Rheingrabens (vor 15 bis 20 Mill. Jahren) und die im Meer in einem tropischen Klima sich bildenden Kalkbänke und Riffe zurückzuführen. Die Überreste von verwittertem Muschelkalk sind die Kalksteingerölle im Kalkofen. Diese kalkhaltigen Lehm- und Ton-Mergel Böden sind schwer zu bearbeiten, stellen den Reben aber über die ganze Vegetationsperiode Wasser und Nährstoffe zur Verfügung. 1. Weinbaugemeinde bei Alsenz im Anbaugebiet Nahe. Einzellage: Graukatz. |
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Scheuermann |
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