www.weinwissen.com / Grauwacke

Als Grauwacke bezeichnet man Trümmersedimente aus einem meist dunkelgrau bis braungrau gefärbten Sandstein, dessen detritische Komponenten aus Quarz, Feldspat und unaufgearbeiteten Gesteinsbruchstücken (mindestens 50%) wie z. B. Lydit und Quarzit bestehen. Weitere Gemengeteile sind Glimmer, Chlorit und Tonmineralien. Grauwacke ist fein- bis grobkörnig, mitunter auch feinkonglomeratisch. Der Begriff wird oft bei der Benennung sandiger Sedimente falsch verwendet.

Die Entstehungszeit der Grauwacke fällt in die Zeit des Devon vor etwa 350 Millionen Jahren, als diese Konglomerate gleichzeitig mit dem Tonschiefer entstanden. Kommt in Deutschland vor allem in der Eifel, im Frankenwald und im Harz, in der Lausitz, im Sauerland, im Thüringisches Schiefergebirge und Waldeck vor. Grauwacke wird vor allem für die Produktion von Pflastersteinen benutzt. Die Kombination aus weichem Tonschiefer, verwitterbarem Quarzitschiefer und harter Grauwacke führt aber auch zu steinreichen und trockenen Verwitterungsböden, die sich hervorragend für den Weinanbau eignen. Man findet sie vor allem an der Unteren Mosel, an der Ahr, am Mittelrhein und im Rheingau. Einige der besten deutschen Spätburgunder (Stodden, Deutzerhof, Meyer-Näkel ) wachsen auf diesem Gemisch.

Der Name Grauwacke stammt aus der Bergbausprache und taucht um 1780 erstmals im Harz auf. Einige der der frühesten schriftlichen Dokumente über die Benutzung dieses Wortes finden sich bei Goethe: " ... ja, sogar wir Deutsche, die wir sonst in dergleichen Dingen so gewissenhaft sind, haben ... die graue Wacke des Harzes, ein jüngeres Gemisch von Quarz und Schieferteilen, mit dem Granit verwechselt."(J. W. v. GOETHE: Über den Granit, handschriftliches Fragment 1784) und " Dicht am Granite kommt die Grauwacke vor, ein Name für viele Bildungen." (J. W. v. GOETHE: Der Dynamismus in der Geologie, um 1811).

 

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