www.weinwissen.com / Raboso

Rote Rebsorte aus Italien mit den zwei Varianten Raboso Veronese und Raboso Piave. Synonyme: Raboso Friulano, Friulano, Rabosa, Raboso Nostrano, Negrar, Negron, Fortana, Rifosco, Friulana. Der Name leitet sich von dem italienischen Wort rabbioso für zornig ab und ist wohl ein Hinweis auf die kräftige Säure. Früher die vorherrschende rote Sorte im östlichen Veneto. War während des 17. und 18. Jahrhunderts in der ganzen venezianischen Republik sehr beliebt. Wurde im Laufe der Zeit vor allem von der früh reifenden Sorte Merlot, aber auch von Cabernet Franc verdrängt. Kommt noch im Piavegebiet vor, wo er hauptsächlich in Cuvées mit Cabernet und Merlot gemischt wird, in den Provinzen Treviso, Venedig, Padua, Vicenza und Rovigo. Geringe Vorkommen auch auf dem Balkan und in Argentinien, wo die Sorte durch italiensiche Auswanderer hingelangte. Die Sorte ist starkwüchsig und robust. Besonders geeignet für den Anbau auf kiesigen Alluvialböden und Flussschwemmland. Die Weine sind in der Jugend rubinrot, tendieren aber schnell ins Granatrote. Sie haben eine ausgeprägte Säure, hohe Tanninwerte bei relativ niedrigem Alkoholgehalt. Die Aromatik erinnert an Wildkirschen und Veilchen, aber auch an frisches Moos und Laubwald. Wird sortenrein eigentlich nur als Piave Raboso oder als Raboso di Vicenza ausgebaut. Die Rebfläche ist stark rückläufig und beträgt z.B. in der Region Piave weniger als 2.000 Hektar.

 

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