www.weinwissen.com / Härling

Altertümliche deutsche Bezeichnung für unreife Trauben aus später Blüte bzw. Geiztrauben. Findet sich bereits im alt- und mittelhochdeutschen als Herling oder Herlinc. Für die Bedeutung gibt es in der Literatur zwei Erklärungen einmal eine Ableitung von „Herbling“ auf Grund des sauren Geschmacks aber auch von „Härtling“ wegen der harten Beerenhäute. (Eero Alanne, Die deutsche Weinbauterminologie in althochdeutscher und mittelhochdeutscher Zeit, Helsinki, 1950)

Das Wort findet sich zum Beispiel in der Lutherbibel im Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg (Jesaja 5/1,2):

1. Wohlan, ich will meinem Lieben singen, ein Lied meines Geliebten von seinem Weinberge. Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort.

2. Und er hat ihn verzäunet, und mit Steinhaufen verwahret, und edle Reben drein gesenkt. Er bauete auch einen Turm drinnen, und grub eine Kelter drein; und wartete, daß er Trauben brächte, aber er brachte Herlinge.

 

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