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Ungarisch: Orbán. Heiliger der katholischen Kirche. Schutzpatron der Winzer. Namenstag ist der 25. Mai. Der Name bedeutet soviel wie „der Städter“ (latein.). Zu Ehren des Weinheiligen Urban werden an seinem Gedenktag in Weingegenden oft Bittprozessionen abgehalten. In Franken wurde z.B. seine Statue mit Wein übergossen, wenn die Sonne schien, und mit Wasser, wenn es regnete. Bis ins 19. Jahrhundert Jahrhundert wurden im Rheingau als Dank für ein gutes Weinjahr die Statuen des heiligen Urban mit Weinkrügen und Weingläsern behangen, aber wenn dies nicht der Fall war, dann wurde sein Abbild zur Strafe auch schon mal in die Jauchegrube geworfen. Mehr über dieses Brauchtum siehe unter dem Stichwort Urbanstag. Zahlreiche Weingüter tragen seinen Namen z.B. der St. Urbans-Hof in Leiwen an der Mosel oder der Szent Orbán Pince in Badacsony am ungarischen Plattensee. Der Badische Winzerkeller in Breisach veröffentlicht seit 1998 alljährlich einen St.-Urban-Wein in einer limitierten Auflage von 40.000 Flaschen. Ein Teil des Verkaufserlös wird dem Breisacher Münster für Restaurierungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Hinter dem Heiligen Urban verbergen sich letztlich drei verschiedene Figuren. Der eigentliche Weinheilige Urban ist Urban von Langres, der im vierten Jahrhundert lebte. Dieser Bischof von Autun und Langres in Burgund verbarg sich nach der Legende vor seinen Verfolgern hinter einem Weinstock und hält deshalb auf Darstellungen nicht nur eine Traube, sondern häufig eine ganze Rebe mit Trauben in Händen. Er ist auch der Schutzpatron von Dijon und Langres. In Deutschland wird zum Beispiel aber auch ein christlicher Glaubenbote aus dem 7. Jahrhundert verehrt. Dieser Urban wird als Schüler des Gallus genannt. Er soll im 7. Jahrhundert bei Heilbronn am Neckar gepredigt und den Weinbau gelehrt haben. Nach der Legende errichtete er ein Kreuz, um das sich eine Weinrebe schlang. Der dritte Weinheilige dieses Namens ist der römische Bischof Urban I. der am 25. (oder 19.) Mai 230 in Rom das Ärtyrium erlitten haben soll. Urban war römischer Bischof und damit Papst seit 222. Die Überlieferungen über sein Leben und Wirken sind ungesichert oder legendär: Er soll eine Verordnung erlassen haben, dass der Kelch beim Abendmahl stets aus Silber oder Gold sein müsse, er soll Valerianus, den Bräutigam der Cäcilia, bekehrt haben und er soll unter Kaiser Alexander Severus verfolgt, mit Bleikugeln gegeißelt, schließlich enthauptet worden sein. Er ist der Patron von Maastricht, Toledo, Troyes und Valencia; der Weinberge, des Weines, der Winzer und Küfer, gegen Trunkenheit, Gicht, Frost, Gewitter und Blitz. |
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Scheuermann |
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