www.weinwissen.com / Ohm

Traditionelles deutsches Fassmass. Fasst je nach Region 130 bis 160 Liter, im Badischen z.B. 150 Liter, Vier Ohm entsprachen im Markgräflerland einem Vierlig. Geht zurück auf ein Flüssigkeitsmass aus karolingischer Zeit oder auch noch früher. Die verschiedenen mittelhochdeutschen Bezeichnungen wie âme, aeme oder ôme leiten sich ab vom spätlateinischen Wort ama für Gefäss, Weinmass. Im Lateinischen heisst hama der Feuereimer und ame im altgriechischen Eimer oder Schaufel.

Das Wort wurde im Spätmittelalter auch ganz allgemein als Begriff für ein beliebiges Mass benutzt. Ohmen oder ahmen nannte man das Eichen eines Gefässes. Unser heutiges Wort nachahmen leitet sich davon ab. Eigentlich bedeutete dies soviel wie nachmessen und wandelte sich erst im 16. Jahrhundert zur Bedeutung von imitieren.

Bereits im 10. Jahrhundert ist der Ohmpfennig (âmfenning) urkundlich als frühe Steuerabgabe für Wein belegt. Da ein althochdeutsches „Fuotar“ ( =eine volle Wagenladung mit Flüssigkeit), von dem sich unser Fuder ableitet, zwischen sechs und zehn Ohm fasste, scheint es sich auch um ein übliches Transport- und Handelsgebinde gehandelt zu haben ähnlich (wenn auch kleiner) dem späteren Barrique.

 

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