www.weinwissen.com / Rahn

Heute nur noch selten gebrauchter Begriff für die Oxydation bzw. Madeirisierung beim Wein. Vom mittelhochdeutschen Adjektiv ran bzw. rahn = dünn, schlank, schmächtig. Bedeutet soviel wie gezehrt. Ein Wein, der seine Süsse und seine Extrakte aufgebraucht hat.

Im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm finden sich folgende Hinweise auf diesen Begriff: rahn vom wein: die wein haben auch ihre krankheiten und mängel, die ich alle curirn kan. ist ein wein weich und zehe, dasz man ihn aufhasteln könde, so hilf ich ihm .. ist er rahn und so roth wie ein fuchs, so bring ich ihm seine natürliche farb in dreien tagen wider. Simpl. 3, 186 Kurz; vergl. dazu der raan, ein geschmack etlicher alten wynen, caries vini. MAALER 321b; vielleicht auch vom bier: und sie (die bettler) mit etlichen rahnen bier beschenket. PAPE bettel- u. garteteufel M 5a (wenn hier nicht druckfehler für kannen).

 

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