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Rote Rebsorte aus Österreich. Neuzüchtung der Weinbauschule in Klosterneuburg. Eine Kreuzung zwischen (Blauburger x Seyve Villard 18-402) x Blaufränkisch. Die Züchtung erfolgte 1970 durch Dr. Gertraud Mayer (1970) in der Abteilung Rebzüchtung am Götzhof in Langenzersdorf. Benannt wurde die Sorte nach Emerich Ráthay (*7.7.1845 Budapest + 9.9.1900 Klosterneuburg), der von 1892 bis 1900 der zweite Direktor in der Geschichte der Lehr- und Forschungsanstalt war. Er entstammte einer ungarischen Adelsfamilie und begründete die chemische Untersuchungs- und Forschungstätigkeit in Klosterneuburg. In der „Oenochemischen Versuchsstation“ behandelte ab 1870 Prof. Dr. Leonhard Roesler mit seinen Mitarbeiter eine Reihe von damals brandaktuellen Themen z.B. die Reblaus oder die so genannte Kunstweinfrage. Erstmalig wurden unter seiner Leitung Reihenanalysen von Weinen aus den habsburgischen Kronländern und den wichtigsten europäischen Weinländern durchgeführt und veröffentlicht. Das eigentliche Forschungsziel eine völlig pilzresistente neue Sorte zu finden, wurde zwar verfehlt, aber die Kreuzung erwies inzwischen als in mancherlei Hinsicht sehr robust. Sie besitzt lockerbeerige Trauben, eine sehr gute Frostverträglichkeit (bis minus 25 Grad) und ist ausserdem nahezu resistent gegen Mehltau, was etwa fünf Spritzungen pro Jahr erspart. Die Sorte ist seit dem Jahr 2000 in Österreich als Qualitätsrebe zugelassen. Erste Versuchsanpflanzungen gibt es im Burgenland sowie in Klosterneuburg. Bringt gerbstoffreiche und extraktreiche Weine von tieferdunkler blauroter Farbe, die sich für den Ausbau im Barrique eignen. Hat ein ähnliches Qualitätspotenzial wie der Zweigelt. |
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