www.weinwissen.com / Urbar

1. Herrschaftliche Rechts-, Grundbesitz- und Abgabenverzeichnisse sowie Kirchenrechnungsbücher im Hochmittelalter und der beginnenden Neuzeit. Es gab z.B. Urbare für Güter oder Bodenzinsen, für den Zehnten oder auch Abgaben auf Weinberge (Bede) wie im Kurpfälzischen Urbar von Leimen (Rhein-Neckar-Kreis), 1369.

2. Kneippkurort und Weinbaugemeinde im Anbaugebiet Mittelrhein. Rechtsrheinischer Vorort von Koblenz mit 2822 Einwohnern (2002). Liegt unterhalb des Festungsberges zwischen Ehrenbreitstein und Vallendar am Berghang gegenüber der Rheininsel Niederwerth. Gehört zur Verbandsgemeinde Vallendar. Wegen intensiver Ausdehnung der Wohngebiete und durch den Strassenbau ist der Weinanbau stark rückläufig. Heute nur noch drei, vier Hektar Rebfläche in der Lage Rheinnieder.

3. Früher eine selbständige Weinbaugemeinde, seit 1974 ein Ortsteil von Oberwesel mit 819 Einwohnern (2002). Die Siedlung wird im Jahr 1274 erstmals urkundlich unter dem Namen "Urbach" erwähnt. Dann im Jahre 1406 unter Urbar und 1689 unter dem Namen Urbair. Der Name leitet sich vermutlich von dem gegenüber von Urbar auf der rechten Rheinseite in den Rhein mündenden Flüsschen Urbach ab. Sitz eines 1920 gegründeten Winzervereins. Ca. neun Hektar Rebfläche in der Einzellage Beulsberg, die ausschliesslich mit Riesling bestockt ist.

 

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