| Von: Williams
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| Vom: 10.03.2002
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| Frage: Warum gibt es überhaupt Zweitweine? Welche Bedeutung haben sie auf dem Markt? Wie erfolgreich sind Zweitweine? |
| Antwort: Das Prinzip der Zweitweine stammt ursprünglich aus Bordeaux, wird aber heute in vielfältiger Weise überall auf der Welt praktiziert. Für den Zweitwein verwendete man im Ursprung das Lesegut aus Rebanlagen, die jünger als 15 Jahre (manchmal auch 20 Jahre) alt waren bzw. den Inhalt der Fässer, deren Qualität bzw. auch Typizität der Assemblage für den Grand Vin nicht entsprach. Im Prinzip gilt die Faustregel: je besser der Jahrgang, um so mehr Grand Vin und weniger Zweitwein - je schwächer der Jahrgang um so mehr Zweietwein bis hin zur völligen Deklassierung des Grand Vin. Diese schwankende und dazuz antizyklische Verfügbarkeit bremst ihre Bedeutung auf dem Markt natürlich, zumal es sich keineswegs immer um preiswerte Weine handelt. Dennoch sind einige Zweitweine wie der "Alter Ego" von Palmer, der Les Forts de Latour von Latour, der Virginie von Valandraud oder Petit Eglise von L`Eglise-Clinet etc. sehr erfolgreich, weil von Kennern geschätzt. |